Traumblick garantiert: Drei aussichtsreiche Hotels über der Bucht von Samaná
Die Halbinsel Samaná wird gerne als „Dominikanische Republik im Miniaturformat“ bezeichnet, findet sich hier doch auf gerade einmal 863 km² eine außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt. Zwischen der Halbinsel und dem Festland im Süden liegt die Bahía de Samaná. Mit rund 40 km Länge und knapp 10 km Breite zählt die Bucht von Samaná zu den größten Buchten der Karibik.
Im Südwesten der Bucht liegt der einzigartige Parque Nacional Los Haitises. Riesige Mangrovenwälder, bizarre Karstformationen und Höhlen mit Taíno-Petroglyphen machen den Park zu einem der außergewöhnlichsten Orte der Dominikanischen Republik. Im Nordosten der Bucht, unmittelbar gegenüber von Santa Bárbara de Samaná, der Hauptstadt der Halbinsel und der gleichnamigen Provinz, liegt die paradiesische „Bacardi-Insel“ Cayo Levantado. Mit ihrem weißen Sandstrand und dem türkisfarbenen Wasser bietet sie den Besuchern Karibikfeeling pur.
Zu guter Letzt bietet die Bucht noch ein besonderes Schauspiel: Jedes Jahr zwischen Mitte Januar und Ende März wird sie zum Winterdomizil von mehreren tausend Buckelwalen. Die sanften Riesen suchen das warme Wasser der geschützten Bucht auf, um sich zu paaren und (ein Jahr später) dort ihre Jungen zu gebären.
Für einen besonderen Aufenthalt auf der Halbinsel Samaná empfehlen sich die folgenden Boutique-Hotels mit Blick über die Bucht von Samaná.
Sie zählen zu meinen absoluten Favoriten in der Dominikanischen Republik und wurden bereits in meinem Reiseführer „InselTrip Dominikanische Republik“ (Reise Know-How Verlag) vorgestellt.
Whale-Watching aus dem Pool
Entlang der nördlichen Küstenlinie der Bucht von Samaná, zwischen Sánchez und dem felsigen Cabo Samaná, verstecken sich in den grünen Hügeln drei ganz besondere Hotels mit einem gemeinsamen Zauber: Sie bieten spektakuläre Ausblicke auf die Bahía de Samaná. Zur richtigen Jahreszeit kann man es sich mit einem kühlen Drink im Pool gemütlich machen und dabei die Wanderung der Buckelwale beobachten. Doch diese Unterkünfte bieten auch das restliche Jahr über einen unvergesslichen Aufenthalt.
Aus dem unteren der beiden Bio-Pools der Hacienda Cocuyo schweift der Blick weit über die Bucht von Samaná
Jardines La Loma – eine stille Oase tief in der Bucht von Samaná
Im kleinen Ort Sánchez, an der nordwestlichen Ecke der Bucht von Samaná, liegt das Boutique-Hotel Jardines La Loma. Nur wenige Meter oberhalb der Hauptstraße, die nach Santa Bárbara de Samaná führt, versteckt sich die kleine Unterkunft inmitten eines weitläufigen Tropengartens. Im Hauptgebäude sind vier moderne und komfortable Zimmer untergebracht, darüber eine große Terrasse mit gemütlichen Sitzecken, Schaukelstühlen und Hängematten.
Zwei kleine Pools ergänzen die karibische Idylle des Anwesens. Einer liegt versteckt inmitten dichter Vegetation und ist von Naturstein eingerahmt, der andere etwas tiefer und offener, mit weitem Blick auf die Ausläufer der Bucht von Samaná.
Paola und ihre Mutter kümmern sich mit viel Liebe um die Verpflegung der Gäste mit landestypischer Küche. Besonders bekannt ist Sánchez für seine camarones. Zwischen Mangroven und Gezeiten wachsen hier jene Garnelen heran, die als die besten der Dominikanischen Republik gelten.
Sánchez ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens zu erreichen, ist es doch Knotenpunkt zwischen Santa Bárbara de Samaná und Las Terrenas.
Hacienda Cocuyo - vis-à-vis mit der funkelnden “Bacardi Island”
Von der quirligen Provinzhauptstadt Santa Bárbara de Samaná aus sind es rund 20 Minuten im Mototaxi. Warmer Fahrtwind inklusive. In Monte Rojo angekommen, führt ein naturbelassener Trampelpfad wenige Schritte hinauf. Sobald man das Hauptgebäude und den davor liegenden Pool erreicht, versteht man sofort, warum Victor Esteve sich vor vielen Jahren in die Aussicht verliebt hatte. Was anschließend als privates Hideaway begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem bestens durchdachten und nachhaltig angelegten Boutique-Hotel.
Zu den Highlights gehören die zwei türkisfarben schimmernden Bio-Pools, die vollständig ohne Chemikalien auskommen. Und dann ist da natürlich diese Aussicht. Der Blick schweift – von fast jeder Stelle auf dem Anwesen – über grüne Hügel und Kokospalmen bis zu den Brücken in der Bahía de Samaná. Oder quer über die Bucht bis nach Sabana de la Mar. Oder auf die vorgelagerte Insel Cayo Levantado, seines Zeichens ein Ausflugsziel par excellence.
Berühmt wurde die Insel durch den Bacardi-Werbespot und den Sommerhit “Summer Dreaming”
Selbst für einen eher aktiven Reisenden, dem es schwer fällt, längere Zeit „unbeschäftigt“ am selben Ort zu sein (ich gehöre ohne Zweifel in diese Kategorie), ist es hier möglich das Tagesprogramm um die verschiedenen Aussichtspunkte herum zu gestalten. Ein gemütliches Frühstück auf der offenen Terrasse, ein Vormittag im sonnigen Hauptpool, ein leckeres Mittagessen auf dem Aussichtsturm und später ein kühler Drink am weiter unten gelegenen Pool, der am Nachmittag dank der zahlreichen Palmen besser vor der Sonne geschützt ist – bei unverändert atemberaubendem Ausblick.
Anschließend fehlen eigentlich nur noch der farbenfrohe Sonnenuntergang über den grünen Hügelketten von Samaná und das traditionelle Lagerfeuer am Abend. In der Dunkelheit zeigen sich dann endlich auch die Namensgeber dieses Kleinods: die cocuyos, die Glühwürmchen.
Abschalten? Fällt hier erstaunlich leicht.
Casa El Paraíso – ein Reisetagebuch zum Anfassen
Ein weiteres Refugium liegt in den Hügeln auf dem Weg nach Las Galeras, dort, wo die Bucht von Samaná sich zum Atlantik öffnet. Auch dieses Projekt begann als privates Getaway vom hektischen Alltag der Hauptstadt Santo Domingo.
Erst später wurde es Reisenden zugänglich gemacht und es entstanden 9 liebevoll gestaltete Bungalows, die sich durch ihre offene Bauweise auszeichnen. Zwar bieten sie absolute Privatsphäre, doch durch das Weglassen von Fenstern und Türen an geschützten Stellen entsteht ein besonders enger Kontakt zur Natur. Die Klimaanlage wird durch die Meeresbrise ersetzt, der Wecker durch die aufgehende Sonne und das Zwitschern der Vögel.
Die Zimmer tragen Namen wie Marruecos (Marokko), Arrecife (Riff), Amazonas oder Africa. Die Ausstattung und Dekoration sind auf den jeweiligen Namen (bzw. die Thematik) abgestimmt und die Liebe zum Detail ist unverkennbar. Ein großer Teil der Möbel und Dekoration stammt von Reisen der Eigentümer, die sich somit eine Art „Reisetagebuch zum Anfassen“ erschaffen haben. Einige der Zimmer verfügen über einen privaten Jacuzzi, die meisten davon mit einem atemberaubenden Blick auf das Meer. Ein ebenso aussichtsreicher Pool steht allen Gästen im öffentlichen Bereich zur Verfügung, genau wie eine Gemeinschaftsküche. Wer sich etwas gönnen möchte, der kann sich gegen entsprechendes Entgelt auch von Privatkoch Mirko bekochen lassen.
Ohne eigenen Mietwagen lässt sich Casa El Paraíso bequem per Mototaxi oder noch einfacher mit dem Taxi von Santa Bárbara de Samaná aus erreichen.
Kontakt
Jardines La Loma
Carr. Las Terrenas – Sánchez, wenige Meter vom Cruce de Sánchez entfernt (Kreuzung nach Las Terrenas)
Tel. 829 723 7799
Hacienda Cocuyo
Monte Rojo, Samaná (Anfahrt von Santa Bárbara mit Mototaxi - ca. 20 Min.)
Tel. 809 603 5059
Casa El Paraíso
Calle Subida (Straße nach Las Galeras)
Tel. 809 669 2780
Mehr Reisetipps für die Dominikanische Republik gibt es in meinem Reiseführer “InselTrip Dominikanische Republik” aus dem Reise Know-How Verlag.